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DORTMUNDER Musikverlag VISIONS feiert doppeltes Jubiläum

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Offizielle Presseinfo: Visions feiert Doppel-Jubiläum
20 Jahre und 200 Ausgaben Maximum Rock´n´Roll

Festtagsstimmung im Hause Visions. Das Alternative-Magazin feiert seinen 20. Geburtstag und die 200. Ausgabe. Zum großen Jubiläum beschenken die Macher sich und die Leser mit einer prallvollen Doppelausgabe und einer erstklassigen Konzertreihe mit vielen Redaktions-Lieblingen.

Jubiläumslogo Visions

Jubiläumslogo Visions

Those were the days

Angefangen hat alles 1989 als Fanzine, als Magazin von Fans für Fans alternativer, handgemachter Rock-Musik. Die Gründungsmythen berichten noch heute davon, wie Michael Lohrmann, bis heute Herausgeber, mit Freunden die ersten Ausgaben zusammengeklebt, kopiert und auf Konzerten verkauft hat. Im März 1992 wurde dann alles auf eine Karte gesetzt und Visions wagte den Sprung zum bundesweiten Musikmagazin. Heute werden monatlich rund 70.000 Exemplare gedruckt, die im gesamten deutschsprachigen Raum erhältlich sind.

Die Print- und Wirtschaftskrise geht auch an Visions, das nach wie vor heimatverbunden seinen Redaktionssitz in Dortmund hat, nicht spurlos vorbei. Auch hier mussten Stellen gestrichen werden und das zweite Print-Standbein, das Interviewmagazin Galore, ist nur noch online aktiv. 20 Jahre und 200 Ausgaben sind jedoch viele gute Gründe, dass Visions sich auch zukünftig auf dem schwierigen Markt zwischen Rolling Stone, Musikexpress, Intro und Spex behaupten wird.

175.000 Stunden Rock

Dem zweifachen Jubiläum angemessen, erscheint Visions Nr. 200 am 28. Oktober als großzügige Doppelausgabe, zusätzlich aufgepeppt mit attraktiven Gimmicks. Highlight ist die offizielle Beastie Boys Live-DVD „Awesome: I Fuckin` Shot That“, die dem Magazin gratis beiliegt. Die reguläre Heft-CD überrascht diesmal mit raren, zum Teil unveröffentlichten Stücken von den Foo Fighters, Editors oder Them Crooked Vultures. Ein Traum dürfte auch für denjenigen Visions-Redakteur wahr geworden sein, der exklusiv Them Crooked Vultures in Texas interviewen durfte. Die All-Star-Band besteht aus Queens Of The Stone Age Sänger und Gitarrist Josh Homme, dem Foo Fighters-Frontmann Dave Grohl und John Paul Jones, seines Zeichens Bassist von Led Zeppelin. Der bei Jubilaren obligatorische Rückblick findet im Special „175.000 Stunden Rock“ statt: eine hundertseitige Musikchronik der besten Künstler und Kuriositäten der vergangenen 20 Jahre.

Alive & Kicking

Live-Musik wird in Dortmund groß geschrieben: Die erste Visions-Party fand um 1993 im Cult in Arnsberg statt, womit Visons eines der ersten Magazine ist, das selbstständig eigene Veranstaltungen gebucht und durchgeführt hat. Auch das Doppel-Jubiläum wird natürlich live auf der Bühne gefeiert. Eingeladen wurden unter anderem The Hives, Editors, Dredg, Biffy Clyro, Get Well Soon, Kettcar, Donots, Kilians und Ärzte Schlagzeuger und Sänger Bela B. Insgesamt treten bei den 12 Konzerten vom 28. Oktober bis 01. November 2009 mehr als 36 Bands in diversen Dortmunder Locations auf.

Ebenfalls dabei ist die Hamburger Band Selig, die gerade 10 Jahre nach ihrer Trennung ein furioses Comeback feierte. Jan Plewka und Co. dürfen ihr exklusives Konzert sogar im VIP-Bereich des Signal Iduna Parks, Heimat des BVBs, spielen. Kein Jubiläum kommt ohne festliche Gala aus. Standesgemäß führt bei Visions Bela B. als Moderator durch das Programm und wird am 31. Oktober 2009 viele überraschende Special Guests begrüßen.

Alle Informationen zu den Terminen und Jubiläen im Netz unter http://www.visions.de, http://www.visions200.de und auf http://www.Pop100.de

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27. Oktober 2009 at 7:37 pm

Veröffentlicht in Festivals, Wirtschaft

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Dortmunder Softwareschmiede GeoMobile entwickelt mobilen Festivalwegweiser

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Einen Festivalwegweiser für das iPhone stellten heute die Organisatoren des Dortmunder Juicy Beats Festivals gemeinsam mit den Softwareentwicklern der Firma GeoMobile vor.

Macher Juicy Beats und GeoMobile

Einen Festivalwegweiser für das iPhone stellten heute die Organisatoren des Dortmunder Juicy Beats Festivals gemeinsam mit den Softwareentwicklern der Firma GeoMobile vor. Mit über 100 Live- Acts und DJs auf sechs Bühnen und 14 Tanzflächen im ganzen Westfalenpark zählt das Juicy Beats zu den größten Musik-Festivals der Region. Bei dieser Fülle an Künstlern und Spielorten konnte man bislang als Besucher schon einmal den Überblick verlieren. Besitzer eines iPhone oder iPod Touch haben es dabei in Zukunft leichter: Die von GeoMobile entwickelte Anwendung zeigt nicht nur alle Bühnen auf einer interaktiven digitalen Karte an, sondern gibt auch ausführliche Informationen über Programm und Zeiten, sowie Infos, Fotos und Videos zu allen Künstlern. Ein integrierter Twitter-Nachrichtenkanal informiert zudem über aktuelle Neuigkeiten auf dem Festivalgelände.

Besonders freuen sich die Organisatoren über die Ortsbestimmung, die auf dem iPhone 3G möglich ist: „Damit kann man jederzeit die eigene Position auf dem Festivalgelände anzeigen und sogar sehen, wie man sich von Bühne zu Bühne durch den Park bewegt. Da werden sicher viele Gäste großen Spass mit haben“, berichtet Festivalorganisator Carsten Helmich. Auch Dr. Michael Gerhard und Tim Ontrup von GeoMobile freuen sich über das Ergebnis der Zusammenarbeit. Das 2008 gegründete Dortmunder Unternehmen hat sich auf die Entwicklung von mobilen Informations- und Navigations-Anwendungen spezialisiert und mit seinen innovativen Ideen bereits mehrere Preise gewonnen.
Die ungewöhnliche Kooperation des Musikfestivals mit dem IT-Start-Up Unternehmen wurde ermöglicht durch DORTMUND.KREATIV., der Dortmunder Plattform für kreative Unternehmen. „Die Macher von Juicy Beats sind durch unseren wöchentlichen Ticker auf das Serviceangebot von GeoMobile aufmerksam gemacht worden. So soll es funktionieren, Unternehmer der verschiedensten kreativen Sektoren arbeiten zusammen und schaffen dadurch Mehrwerte. Gerade die kreativen Softwareentwicker, die sich mit mobilen Lösungen, Geodaten oder dem Internet besonders gut auskennen, haben viel zu bieten – und das iPhone spielt in der modernen Entwicklung sowieso eine tragende Rolle“, erklärt Sylvia Tiews, Initiatorin und Betreiberin der Plattform DORTMUND.KREATIV. in der Wirtschaftsförderung Dortmund.

Ab Mitte Juli wird die iPhone Anwendung kostenlos im AppStore erhältlich sein und die Fans auf den Festivaltermin am Samstag, dem 1. August einstimmen. Trifft sie auf einen guten Zuspruch bei den Besuchern, so sollen für die Zukunft noch weitere Funktionen entwickelt und ein Sponsor für die Anwendung gefunden werden.

Kontakt zu GeoMobile:
GeoMobile GmbH
Emil-Figge-Straße 80
D-44227 Dortmund
Telefon: +49 (0) 231/9742 72 30
Email: info@geomobile.de
Web: http://www.geomobile.de

Pressekontakt Juicy Beats:
Martin Juhls
E-Mail: presse@juicybeats.net | Tel.: 0151-22641488
Belege an: Juicy Beats | Güntherstr. 65 | 44143 Dortmund

Written by hausfrauenmethode

9. Juli 2009 at 9:06 am

Musikstädte – Dortmund dabei?

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War heute in Köln um ein „best practice“ der Musikbranche anzusehen. Hier funktioniert die Musikwirtschaft durch Aktivitäten der Verwaltung kombiniert mit Musikunternehmen und einem e.V.. Gesteuert wird das sogenannte Musikcluster durch die c/o pop GmbH – ja eine GmbH, die sich mit mindestens 8 Leuten um das Thema Musikwirtschaft in Köln kümmert. Was genau lernen wir daraus?

1) in Köln ist Musik schon lange ein wichtiges gewünschtes Thema der Stadtväter
2) in Köln kennt die Stadt bereits seit Jahrzehnten die Macher aus der Branche
3) in Köln war die Enttäuschung um die verlorenen „Viva“ und „Popkomm“ so groß, daß durch das bekannte Netzwerk aus der Branche und den gesunde Trotz Gutes Neues entstehen konnte

Will Dortmund auch eine wegweisende Musikstadt sein? Wollen wir hier auch zusätzliche Unternehmen ansiedeln, wollen wir aus eigener Kraft zu einer wichtigen Instanz werden? Aus dem Nichts? Oder haben wir bereits ungeahnte Potentiale die wir heben müßten…

Falls „JA“ – was ist zu tun? Welche Fragestellungen sollten wir bearbeiten, um auf uns aufmerksam zu machen? Ich finde:

a) neue Vertriebswege erarbeiten
b) netzwerken
c) internationalisieren
d) gut über uns reden machen… 50 Unternehmen im Onlineindex http://www.kreativwirtschaft-dortmund.de scheint mir zu wenig

Written by hausfrauenmethode

5. Februar 2009 at 8:48 pm

Veröffentlicht in Wirtschaft

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persönlich und geschäftlich vernetzt

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Gestern lief auf WDR2 ein Interview mit Prof. Peter Wippermann, der an der Uni Duisburg Kommunikationsdesign lehrt und auch das Trendbüro in Hamburg eröffnet hat. Er berichtete vornehmlich davon, daß sich die Lebenserwartung der Menschen in den den letzten 100 Jahren verdoppelt hat. Was dann wiederum bedeutet, daß wir uns viel länger fit und gesund fühlen und dadurch auch unsere Lebensgewohnheiten ändern. Eine Kernaussage war außerdem, daß wir unsere Zeit heute so einteilen, daß sich Privates und Berufliches nicht mehr trennen läßt, sondern im Gegenteil, daß es sich zu einer gesamten Lebensphilosophie vermischt.
Das fand ich am Freitagabend bestätigt, als ich zur Büroeröffnung von Frank Scheele eingeladen war. Seit er sein Designstudium an der FH Dortmund abgeschlossen hatte war er in Waltrop selbstständig. Jetzt ist der Dortmunder zurück in Dortmund und arbeitet nun von hier aus. Er freut sich über seinen Schritt und wollte daher mit Freunden, Kunden und Geschäftspartnern diese berufliche Veränderung feiern.
Es war schön zu sehen, wieviele Leute Frank kennt, die wie er in der Kreativwirtschaft tätig sind – in seinem Sektor aber auch der Musik der Kunst oder dem Veranstaltungsbereich. Viele seiner ehemaligen Kommilitonen waren ebenfalls vor Ort – alle heute selbstständig, also durchaus Konkurrenten – aber sehr offen untereinander, wahrscheinlich sucht sich jeder seine Nische… und ist einfach neugierig.
Scheint also nicht nur in der Musik so zu sein, daß man sich untereinander gut vernetzt, auch in der Kreativwirtschaft allgemein.
„Netzwerke nutzen“ war eine Anforderung der Musikwirtschaftsstudie. Ich wäre bereit – welche Formate sollten wir wählen?

Written by hausfrauenmethode

1. Februar 2009 at 10:37 am

Veröffentlicht in Musik Jour Fix, Wirtschaft

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MUSIK.KREATIV.nachlese – 200 Fachbesucher im Jazzclub domicil

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Buehnendiskussion in Dortmund

Buehnendiskussion in Dortmund


Veranstalter zogen positives Resümee: Symposium MUSIK.KREATIV. „Zwischen Smalltalk und Standortdebatte“ durchweg erfolgreich

Vor rund 200 Besuchern diskutierten am 05. November 2008 Branchenkräfte sowie Vertreter von Verbänden und Institutionen über aktuelle Themen der Musikwirtschaft in Dortmund und der Metropole Ruhr. Die Veranstaltung, die in den übergeordneten Rahmen des Maßnahmepaketes DORTMUND.KREATIV. der Wirtschaftsförderung Dortmund eingebettet ist, war als ein offenes Forum konzipiert, in dem die Belange der Musik- und Veranstaltungsbranche angesprochen und diskutiert wurden.

Den Auftakt bildete ein Panel das der Loveparade gewidmet war. Die Durchführung dieser Großveranstaltung stellte nicht nur besondere Anforderungen an den Veranstalter und die Stadt als Gastgeberin, sondern tangierte auch viele andere Bereiche. Neben der örtlichen Gastronomie und Veranstaltungswirtschaft war auch der Dortmunder Einzelhandel direkt von den Auswirkungen betroffen. Der Dortmunder Wirtschaftsförderung zufolge (Quelle: GfK Zahlen), ließ der durchschnittlicher Loveparade-Besucher 89,37 EUR in der Region. Darüber hinaus bescherte die Loveparade der Stadt ein hohes Maß an medialer Aufmerksamkeit und damit ein hohes Ansehen. Kritisch wurde die Vergabe von Ausschanklizenzen an gastronomiefremde Unternehmer am Veranstaltungstag sowie die deutliche niedrigeren Umsatzerlöse des innerstädtischen Einzelhandels während des so genannten „Love Weekend“ bemerkt.

Im zweiten Panel wurde über „Rave ’n’ Ruhr – Im Spannungsbogen zwischen Konzerten und Clubs!“ diskutiert. Insbesondere diese Gesprächrunde offenbarte die unterschiedliche Herangehensweise und wirtschaftliche Ausrichtung dieses Teils der Musikwirtschaft. So äußerte Kommunikations- und Marketingwirt Mirko Müller, dass er, nachdem sein Musikklub Versteck etabliert sei und sich dort mehr als nur die eigentliche Szene trifft, das Lokal wieder schließen wird. Das Versteck wünscht sich die Distanz zum Kommerz. Diese Aussagen wurden seitens der Vertreter kleiner sowie großer Unternehmen durchaus kontrovers diskutiert.

In der dritten und letzten Gesprächsrunde kamen die Ruhr Music Commission (RMC), die NRW.BANK, Unternehmer und das Kulturbüro zur Wort. Bei der Ruhr Music Commission handelt es sich um eine Initiative der in der Metropole Ruhr ansässigen Musikwirtschaft, die von der RUHR.2010 initiiert wurde und die als Dachverband die Interessen der Branche wahrnehmen soll. In diesem Panel regten vor allem die Äußerungen von Herrn Dr. Güllmann, der als Bereichsleiter Beteiligungen bei der NRW.BANK einen Förderfond eigens für Unternehmen aus der Kreativwirtschaft von rund 30 Millionen Euro bereithält, das Interesse des Publikums.

MUSIK.KREATIV. wurde veranstaltet von der Wirtschaftsförderung und dem Kulturbüro der Stadt Dortmund. Die RUHR.2010 hat das Format unterstützt. Auf Grundlage der Erfahrungen dieser Veranstaltung sowie aus dem Dialog mit den Vertretern der Musikwirtschaft sollen künftig weitere Aktivitäten und Projekte entwickelt werden, die dazu beitragen sollen, diesen Teil der Kreativwirtschaft adäquat und wirkungsvoll zu fördern.

Written by hausfrauenmethode

20. Januar 2009 at 4:47 pm

Studie gibt Aufschluss über Wünsche

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Mit 228 Unternehmen, einem jährlichen Umsatzvolumen von 213 Millionen Euro und fast 4.000 Beschäftigen ist der Wirtschaftszweig Musikwirtschaft in Dortmund stärker vertreten als bislang angenommen (Zahlen aus 2006). Ein Ausbau der brancheninternen und -übergreifenden Vernetzung sowie eine verstärkte Kooperation mit Behörden zählen zu den Wünschen und Handlungsempfehlungen der Firmen der lokalen Musikbranche.

Dies sind einige wichtige Ergebnisse der Studie „Analyse Musikwirtschaftsstandort Dortmund“, die im Mai 2007 mehr als 100 Interessierten bei einem Branchenhearing im Konzerthaus Dortmund vorgestellt wurden.

Die Studie wurde von dem Kulturdezernat der Stadt Dortmund in Auftrag gegeben, deren Finanzierung von der Wirtschaftsförderung übernommen. Durchgeführt wurde sie von Amke Block mit Unterstützung des Dortmunder Musikjournalisten Manfred Tari.

Die Dortmunder Musikwirtschaft in Zahlen
Die Studie, deren Beteiligung weit über dem Durchschnitt ähnlich gelagerter Untersuchungen liegt, belegt, dass die 228 Dortmunder Musikunternehmen eine nicht zu vernachlässigende Wirtschaftskraft darstellen: Insgesamt wird von ihnen pro Jahr ein Umsatzvolumen von 213 Millionen Euro erwirtschaftet. Zu diesem Ergebnis tragen etwa 1.900 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und gut 2.000 freie Mitarbeiter bei. Auch als Jobperspektive für junge Menschen ist die Musikbranche interessant: 35 Prozent der Dortmunder Musikfirmen bilden aus, insgesamt hat die Musikwirtschaft 130 Ausbildungsplätze geschaffen. Im Durchschnitt kommen auf jedes ausbildende Unternehmen 1,6 Auszubildende.

Breites Spektrum der Dortmunder Musikbranche
Das Spektrum der Dortmunder Musikwirtschaft ist breit gefächert: Es gliedert sich in die Bereiche Instrumenten- und Musikalienhandel, Musikschulen, Musiklabel und Verlage, Tonträgerhandel und Tonstudios, Live Entertainment, Musikmedien und musiknahe Unternehmen wie Promotion-Agenturen und Merchandisinghersteller.
Die Branche wirkt sich auch auf Live Entertainment-Angebote und die örtliche Gastronomie und Hotellerie und die regionalen Werbemedien aus. Weitere positive Faktoren generiert die Branche ebenfalls in Bezug auf den Bedarf an anderen kreativen Dienstleistungen wie Grafik und Design oder Software- und Internetanwendungen.

Marken und Märkte sind gut erschlossen
Bei den musikalischen Genres konnte für die Dortmunder Musikfirmen kein Schwerpunkt festgestellt werden. Dortmund ist allerdings sowohl national als auch international als eine Metal-Hochburg bekannt. Festivals wie Mayday oder Juicybeats haben das Genre-Spektrum um elektronische Musik nachhaltig erweitert.

Außergewöhnlich gut strukturiert ist in Dortmund das Live Entertainment-Angebot. Es weist in den Größenordnungen von der Westfalenhalle bis hin zum Szenetreff Subrosa ein breites Spektrum von Spielstätten auf.

Auch der Bereich der Musikmedien ist in Dortmund gut vertreten. Mit den Magazinen Rock Hard und Visions sind gleich zwei bundesweit relevante Musikmedien hier beheimatet. Das Rock Hard erscheint in Lizenzausgabe in Brasilien, Italien und Spanien, während die Verlagsgruppe Visions das Interviewmagazin Galore verlegt. Das Verlagshaus Harenberg veröffentlicht zudem für den Bereich klassische Musik renommierte Standardwerke wie die Kulturführer Oper und Konzert.

Die Deutsche Urheberrechtsgesellschaft GEMA unterhält vor Ort die Bezirksdirektion NRW. Musik Jellinghaus bestellt von Dortmund aus sein Geschäft für die firmeneigene Gitarrenmarke Martinez, die in China produziert wird.

Das Metal-Label Century Media kommt aus Dortmund und verfügt über Niederlassungen in Los Angeles und Gibraltar. Und seit zwei Jahren betreibt das Software Unternehmen Dr. Materna eine Plattform für Musicdownloads auf PCs und für Downloads für Mobiltelefone.

Die Reihe kleinerer und größerer Positiv-Beispiele ist lang und belegt die unternehmerische Substanz und die Vielfalt der Dortmunder Musikfirmen.

Dortmunder Musikfirmen sind standorttreu
Darüber hinaus unterscheidet ihre Standorttreue die Dortmunder Musikwirtschaft positiv von anderen Städten: Zwei Drittel der befragten Unternehmen wollen auch in Zukunft Dortmund als Firmensitz beibehalten. Eine Besonderheit, bedenkt man, dass unlängst viele prominente Musikfirmen aus Hamburg oder Köln nach Berlin zogen.

Handlungsempfehlungen
Nach der Evaluierung können einige Handlungsempfehlungen Aufschluss über die Bedürfnisse und Erwartungen der Branche geben.

Neben dem Wunsch eines besseren Networking unter den Firmen selbst wurde auch der Bedarf an einer verstärkten Zusammenarbeit mit der Stadt Dortmund deutlich. Aus Sicht vieler Firmen erscheint die Realisation einer weiteren Konzerthalle mit einem Fassungsvermögen von bis zu 3.000 Besuchern sinnvoll. Als weitere Ideen wurden ein Museum für moderne Musik, ein Festival für Chöre und eine werbliche Kampagne zugunsten ortsansässiger Tonträgergeschäfte thematisiert. Ferner wurden frühere Ansätze wie ein Gründerzentrum für Firmen aus der Kreativ- und Musikwirtschaft sowie ein Proberaumzentrum erörtert.

Um Möglichkeiten gemeinsam bewerten und bearbeiten zu können, sollte ein Musik Jour Fix von der Wirtschaftsförderung ins Leben gerufen werden.

Written by hausfrauenmethode

5. November 2008 at 9:17 pm