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Archive for the ‘Musik Jour Fix’ Category

persönlich und geschäftlich vernetzt

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Gestern lief auf WDR2 ein Interview mit Prof. Peter Wippermann, der an der Uni Duisburg Kommunikationsdesign lehrt und auch das Trendbüro in Hamburg eröffnet hat. Er berichtete vornehmlich davon, daß sich die Lebenserwartung der Menschen in den den letzten 100 Jahren verdoppelt hat. Was dann wiederum bedeutet, daß wir uns viel länger fit und gesund fühlen und dadurch auch unsere Lebensgewohnheiten ändern. Eine Kernaussage war außerdem, daß wir unsere Zeit heute so einteilen, daß sich Privates und Berufliches nicht mehr trennen läßt, sondern im Gegenteil, daß es sich zu einer gesamten Lebensphilosophie vermischt.
Das fand ich am Freitagabend bestätigt, als ich zur Büroeröffnung von Frank Scheele eingeladen war. Seit er sein Designstudium an der FH Dortmund abgeschlossen hatte war er in Waltrop selbstständig. Jetzt ist der Dortmunder zurück in Dortmund und arbeitet nun von hier aus. Er freut sich über seinen Schritt und wollte daher mit Freunden, Kunden und Geschäftspartnern diese berufliche Veränderung feiern.
Es war schön zu sehen, wieviele Leute Frank kennt, die wie er in der Kreativwirtschaft tätig sind – in seinem Sektor aber auch der Musik der Kunst oder dem Veranstaltungsbereich. Viele seiner ehemaligen Kommilitonen waren ebenfalls vor Ort – alle heute selbstständig, also durchaus Konkurrenten – aber sehr offen untereinander, wahrscheinlich sucht sich jeder seine Nische… und ist einfach neugierig.
Scheint also nicht nur in der Musik so zu sein, daß man sich untereinander gut vernetzt, auch in der Kreativwirtschaft allgemein.
„Netzwerke nutzen“ war eine Anforderung der Musikwirtschaftsstudie. Ich wäre bereit – welche Formate sollten wir wählen?

Written by hausfrauenmethode

1. Februar 2009 at 10:37 am

Veröffentlicht in Musik Jour Fix, Wirtschaft

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Ziel: mehr Aufträge

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Gerade habe ich mein Klavier stimmen lassen – nach 25 Jahren dachte ich, es könnte mal wieder Spaß machen, zu spielen. Ich kam im Wohnzimmer mit dem Klavierstimmer ins Gespräch. Ich berichtete von den Aktivitäten von Kulturbüro und Wirtschaftsförderung und das wir jetzt gemeinsam Aktionen für die Unternehmen der Musikwirtschaft schaffen möchten. Er fragte – zu recht – was das denn hieße, was genau wir tun würden und ich antwortete das käme ganz darauf an, was die Unternehmen wünschten.

Seine spontane Reaktion: ja Aufträge natürlich…

Tja, so einfach ist es eigentlich – denn dieses Ziel eint natürlich alle Unternehmer. Aber was bedeutet das für unser Tun? Wie können wir Unternehmen unterstützen?
Was brauchen die Betreiber von Konzertsälen oder Diskotheken, was brauchen Labels, was brauchen Bands?
Wir können es derzeit nur ahnen. Wer kann hier Aufschluss geben – wer hat Lust, an einem Jour Fix teilzunehmen, um einige Aktivitäten mal im Detail zu besprechen?
Wir würden uns wünschen, daß alle Gruppen der Musikwirtschaft Abgesandte schicken würden und wir differenziert diskutieren könnten.

Written by hausfrauenmethode

21. Januar 2009 at 5:34 pm

Studie gibt Aufschluss über Wünsche

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Mit 228 Unternehmen, einem jährlichen Umsatzvolumen von 213 Millionen Euro und fast 4.000 Beschäftigen ist der Wirtschaftszweig Musikwirtschaft in Dortmund stärker vertreten als bislang angenommen (Zahlen aus 2006). Ein Ausbau der brancheninternen und -übergreifenden Vernetzung sowie eine verstärkte Kooperation mit Behörden zählen zu den Wünschen und Handlungsempfehlungen der Firmen der lokalen Musikbranche.

Dies sind einige wichtige Ergebnisse der Studie „Analyse Musikwirtschaftsstandort Dortmund“, die im Mai 2007 mehr als 100 Interessierten bei einem Branchenhearing im Konzerthaus Dortmund vorgestellt wurden.

Die Studie wurde von dem Kulturdezernat der Stadt Dortmund in Auftrag gegeben, deren Finanzierung von der Wirtschaftsförderung übernommen. Durchgeführt wurde sie von Amke Block mit Unterstützung des Dortmunder Musikjournalisten Manfred Tari.

Die Dortmunder Musikwirtschaft in Zahlen
Die Studie, deren Beteiligung weit über dem Durchschnitt ähnlich gelagerter Untersuchungen liegt, belegt, dass die 228 Dortmunder Musikunternehmen eine nicht zu vernachlässigende Wirtschaftskraft darstellen: Insgesamt wird von ihnen pro Jahr ein Umsatzvolumen von 213 Millionen Euro erwirtschaftet. Zu diesem Ergebnis tragen etwa 1.900 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und gut 2.000 freie Mitarbeiter bei. Auch als Jobperspektive für junge Menschen ist die Musikbranche interessant: 35 Prozent der Dortmunder Musikfirmen bilden aus, insgesamt hat die Musikwirtschaft 130 Ausbildungsplätze geschaffen. Im Durchschnitt kommen auf jedes ausbildende Unternehmen 1,6 Auszubildende.

Breites Spektrum der Dortmunder Musikbranche
Das Spektrum der Dortmunder Musikwirtschaft ist breit gefächert: Es gliedert sich in die Bereiche Instrumenten- und Musikalienhandel, Musikschulen, Musiklabel und Verlage, Tonträgerhandel und Tonstudios, Live Entertainment, Musikmedien und musiknahe Unternehmen wie Promotion-Agenturen und Merchandisinghersteller.
Die Branche wirkt sich auch auf Live Entertainment-Angebote und die örtliche Gastronomie und Hotellerie und die regionalen Werbemedien aus. Weitere positive Faktoren generiert die Branche ebenfalls in Bezug auf den Bedarf an anderen kreativen Dienstleistungen wie Grafik und Design oder Software- und Internetanwendungen.

Marken und Märkte sind gut erschlossen
Bei den musikalischen Genres konnte für die Dortmunder Musikfirmen kein Schwerpunkt festgestellt werden. Dortmund ist allerdings sowohl national als auch international als eine Metal-Hochburg bekannt. Festivals wie Mayday oder Juicybeats haben das Genre-Spektrum um elektronische Musik nachhaltig erweitert.

Außergewöhnlich gut strukturiert ist in Dortmund das Live Entertainment-Angebot. Es weist in den Größenordnungen von der Westfalenhalle bis hin zum Szenetreff Subrosa ein breites Spektrum von Spielstätten auf.

Auch der Bereich der Musikmedien ist in Dortmund gut vertreten. Mit den Magazinen Rock Hard und Visions sind gleich zwei bundesweit relevante Musikmedien hier beheimatet. Das Rock Hard erscheint in Lizenzausgabe in Brasilien, Italien und Spanien, während die Verlagsgruppe Visions das Interviewmagazin Galore verlegt. Das Verlagshaus Harenberg veröffentlicht zudem für den Bereich klassische Musik renommierte Standardwerke wie die Kulturführer Oper und Konzert.

Die Deutsche Urheberrechtsgesellschaft GEMA unterhält vor Ort die Bezirksdirektion NRW. Musik Jellinghaus bestellt von Dortmund aus sein Geschäft für die firmeneigene Gitarrenmarke Martinez, die in China produziert wird.

Das Metal-Label Century Media kommt aus Dortmund und verfügt über Niederlassungen in Los Angeles und Gibraltar. Und seit zwei Jahren betreibt das Software Unternehmen Dr. Materna eine Plattform für Musicdownloads auf PCs und für Downloads für Mobiltelefone.

Die Reihe kleinerer und größerer Positiv-Beispiele ist lang und belegt die unternehmerische Substanz und die Vielfalt der Dortmunder Musikfirmen.

Dortmunder Musikfirmen sind standorttreu
Darüber hinaus unterscheidet ihre Standorttreue die Dortmunder Musikwirtschaft positiv von anderen Städten: Zwei Drittel der befragten Unternehmen wollen auch in Zukunft Dortmund als Firmensitz beibehalten. Eine Besonderheit, bedenkt man, dass unlängst viele prominente Musikfirmen aus Hamburg oder Köln nach Berlin zogen.

Handlungsempfehlungen
Nach der Evaluierung können einige Handlungsempfehlungen Aufschluss über die Bedürfnisse und Erwartungen der Branche geben.

Neben dem Wunsch eines besseren Networking unter den Firmen selbst wurde auch der Bedarf an einer verstärkten Zusammenarbeit mit der Stadt Dortmund deutlich. Aus Sicht vieler Firmen erscheint die Realisation einer weiteren Konzerthalle mit einem Fassungsvermögen von bis zu 3.000 Besuchern sinnvoll. Als weitere Ideen wurden ein Museum für moderne Musik, ein Festival für Chöre und eine werbliche Kampagne zugunsten ortsansässiger Tonträgergeschäfte thematisiert. Ferner wurden frühere Ansätze wie ein Gründerzentrum für Firmen aus der Kreativ- und Musikwirtschaft sowie ein Proberaumzentrum erörtert.

Um Möglichkeiten gemeinsam bewerten und bearbeiten zu können, sollte ein Musik Jour Fix von der Wirtschaftsförderung ins Leben gerufen werden.

Written by hausfrauenmethode

5. November 2008 at 9:17 pm